Das kenn ich doch!

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Das kenn ich doch!

Beitrag von Katie am Sa Jan 13, 2018 10:57 pm

Das Rad kann nicht neu erfunden werden, denn dafür ist die Zeit schon viel zu fortgeschritten. Dementsprechend kann man nur selten einen völlig neuen Plot erfinden, den es noch nie zuvor gegeben hat. Vielleicht habt ihr ja auch schon Bücher gelesen & Filme gesehen, deren Plot euch längst bekannt vor kommt? Dann teile es mit uns!

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Mir schießt da direkt ein Beispiel ein, was mich zu diesem Zeitpunkt wirklich wahnsinnig genervt hat, als ich FSoG gelesen habe!

Fifty Shades of Grey - E. L. James (2010/11, vermutlich noch früher als FanFiktion)
Crossfire - Sylvia Day (2013)
Plottwist: Uniabsolventin trifft auf reichen Millionär. Selbst die Anzahl an Ehemännern war gleich bei den, selbstverständlich, getrennt lebenden Eltern. Über Ehemann Nr. 3 bzw Nr. 4 wird nie gesprochen. Beide Uniabsolventinnen arbeiten später auch in der kreativen Branche (Ana: Verlag, Eva: Werbeagentur). Selbst die berühmtberüchtigte Aufzugszene wurde, abgewandelt, übernommen.

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Re: Das kenn ich doch!

Beitrag von EINsamer wANDERER am So Jan 14, 2018 8:44 am

Das wohl beste Beispiel für sowas dürfte die Heldenreise des amerikanischen Mythenforscher Joseph Campbell sein. Nach dessen "Bauplan" wurden und werden unzählige Geschichten erzählt. Harry Potter und Der Herr der Ringe dürften dabei einige der prominenteren Vertreter sein. Es gibt dabei sogar zwei verschiedene Arten der Heldenreise. Eine für Bücher und ähnliches und eine abgespecktere Version für Filme. Vertreter dafür sind Matrix und Star Wars.

Die Heldenreise ist so aufgebaut:
1.     Der Ruf des Abenteuers (Berufung): Erfahrung eines Mangels oder plötzliches Erscheinen einer Aufgabe

   2.     Weigerung: Der Held zögert, dem Ruf zu folgen, beispielsweise, weil es gilt, Sicherheiten aufzugeben.

   3.     Übernatürliche Hilfe: Der Held trifft unerwartet auf einen oder mehrere Mentoren.

   4.     Das Überschreiten der ersten Schwelle: Er überwindet sein Zögern und macht sich auf die Reise.

   5.     Der Bauch des Walfischs: Die Probleme, die dem Helden gegenübertreten, drohen ihn zu überwältigen -- zum ersten Mal wird ihm das volle Ausmaß der Aufgabe bewusst.

   6.     Der Weg der Prüfungen: Auftreten von Problemen, die als Prüfungen interpretiert werden können (Auseinandersetzungen, die sich als Kämpfe gegen die eigenen inneren Widerstände und Illusionen erweisen können)

   7.     Die Begegnung mit der Göttin: dem Helden (oder der Heldin) wird die gegengeschlechtliche Macht offenbar.

   8.     Die Frau als Versucherin: die Alternative zum Weg des Helden kann sich auch als vermeintlich sehr angenehme Zeit an der Seite einer (verführerischen) Frau offenbaren (vgl. Odysseus/Kirke)

   9.     Versöhnung mit dem Vater: die Erkenntnis steht dem Helden bevor, dass er Teil einer genealogischen Kette ist. Er trägt das Erbe seiner Vorfahren in sich, bzw. sein Gegner ist in Wahrheit er selbst.

   10. Apotheose: In der Verwirklichung der Reise des Helden wird ihm offenbar, dass er göttliches Potenzial in sich trägt (in Märchen oft symbolisiert durch die Erkenntnis, dass er königliches Blut in sich trägt).

   11. Die endgültige Segnung: Empfang oder Raub eines Elixiers oder Schatzes, der die Welt des Alltags, aus der der Held aufgebrochen ist, retten könnte. Dieser Schatz kann auch aus einer inneren Erfahrung bestehen, die durch einen äußerlichen Gegenstand symbolisiert wird.

   12. Verweigerung der Rückkehr: Der Held zögert in die Welt des Alltags zurückzukehren.

   13. Die magische Flucht: Der Held wird durch innere Beweggründe oder äußeren Zwang zur Rückkehr bewegt, die sich in einem magischen Flug oder durch Flucht vor negativen Kräften vollzieht.

   14. Rettung von außen: Eine Tat oder ein Gedanke des Helden auf dem Hinweg wird nun zu seiner Rettung auf dem Rückweg. Oftmals handelt es sich um eine empathische Tat einem vermeintlich "niederen Wesen" gegenüber, die sich nun auszahlt.

   15. Rückkehr über die Schwelle: Der Held überschreitet die Schwelle zur Alltagswelt, aus der er ursprünglich aufgebrochen war. Er trifft auf Unglauben oder Unverständnis, und muss das auf der Heldenreise Gefundene oder Errungene in das Alltagsleben integrieren. (Im Märchen: Das Gold, das plötzlich zur Asche wird)

   16. Herr der zwei Welten: Der Held vereint Alltagsleben mit seinem neugefundenen Wissen und damit die Welt seines Inneren mit den äußeren Anforderungen.

   17. Freiheit zum Leben: Das Elixier des Helden hat die "normale Welt" verändert; indem er sie an seinen Erfahrungen teilhaben lässt, hat er sie zu einer neuen Freiheit des Lebens geführt.



Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Heldenreise
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Re: Das kenn ich doch!

Beitrag von Katie am So Jan 14, 2018 10:33 am

@EINsamer_wANDERER hier geht es um explizite Vergleiche von Büchern oder Filme. Ein Auszug aus Wikipedia hat hier nichts verloren

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