Vom Schreiben leben - Wunschdenken oder Realität?

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Vom Schreiben leben - Wunschdenken oder Realität?

Beitrag von Katie am So Jan 21, 2018 7:03 pm

Mit der Möglichkeit des Selfpublishing kann jeder seinen Gedanken zu Papier bringen und anschließend als Paperback oder als eBook auf den Buchmarkt bringen. Doch auch Autoren, die noch im Verlag veröffentlichen wollen, sind ebenso vorhanden. Die meisten haben, neben dem Gedanken seine Idee zu Papier zu bringen, wohl auch folgenden Gedanken: Ich möchte vom Schreiben leben!
Doch ist das bei so einem Aufkommen und auch einer Überflutung des Buchmarktes überhaupt noch möglich als Autor sein Brot damit zu verdienen? 
Ein Stephen King, Nicholas Sparks, J.K Rowling oder aus dem deutschsprachigen Raum Sebastian Fitzek haben wohl kaum Probleme damit, ihre Bücher zu verkaufen und auch von diesem Einkommen zu leben. Aus dem Selfpublisherbereich fällt mir dort gerade nur Poppy J. Anderson ein, die sich einen Namen gemacht hat und keine Schwierigkeiten haben wird, ihre Miete zu bezahlen. 
Jahrelanges Schreiben und regelmäßiges veröffentlichen neuer Bücher sind der Schlüssel zum erfolgreich sein und sich einen Namen aufzubauen. Aber denkt ihr, dass sich einige überhaupt so weit einen Kopf darum machen, dass, sobald man heutzutage einen Roman veröffentlichen will, nicht nur eine Idee, sondern auch eine gute Ausdauer braucht? 
Wie siehst Du den Gedanken »vom Schreiben leben«?

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Re: Vom Schreiben leben - Wunschdenken oder Realität?

Beitrag von Dreamcatcher am Mo Jan 22, 2018 8:44 am

Ich glaube, dass es sehr schwer ist, dass man vom Schreiben leben kann. Es ist einfach schon eine so große Bandbreite an Geschichten am Markt und ich denke, um wirklich so viele Bücher zu verkaufen, dass man davon leben muss, da muss es schon eine ganz besondere Geschichte geben. Natürlich gibt es einige Autoren, die davon leben können, aber ich denke da sind die Hauptautoren in Amerika. Wie viele von deutschsprachigen Autoren, gerade Selfpublisher werden in verschiedene Sprachen übersetzt? Und nur im deutschen ist es glaub ich echt schwer.
Fitzek glaub ich ist eine deutsche Ausnahme. Smile
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Re: Vom Schreiben leben - Wunschdenken oder Realität?

Beitrag von Bianca am Mo Jan 22, 2018 8:52 pm

Ich denke schon, dass es heutzutage noch möglich ist. Gerade in letzter Zeit sind auch mehrere deutsche Autorinnen größer geworden, die jetzt grundlegend vom Schreiben leben könnten (siehe z.B. Bianca Iosivoni und Laura Kneidl vom Schreibwahnsinn). Es bedarf mMn aber wirklich einer gewissen Ausdauer, um das überhaupt erreichen zu können. Man muss ggf. mit immer wiederkehrenden Absagen klar kommen, man muss neue Ideen liefern können und man muss dabei auf sich selbst achten.
Auch in der SP-Szene kenne ich ein paar Autoren, die jetzt nach und nach auf den Weg kommen, dass sie ihren Brotjob runterschrauben bzw. ganz an den Nagel hängen können, aus anderen Foren. Es ist also durchaus möglich, aber ebenso darf man sich da glaube ich keine falschen Vorstellungen machen, ob der Einfachheit und dem, was im Endeffekt von einem verlangt wird. Viele haben immer noch eine starke Illusion davon, was es heißt "vom Schreiben leben zu können" und ich denke, dass muss man vorher für sich definieren. Man hört auch immer wieder von Menschen, die diesen Durchbruch haben, aber merken, dass sie eben nicht nur vom Schreiben leben wollen, weil es ihnen zu "unsicher" ist bzw. der Druck teils zu hoch ist.

Ich persönlich möchte gar nicht zwingend davon leben können. Mir ist es wichtig, dass meine Bücher gut platziert sind, dass sie Leser erreichen können, dass meine Geschichten gelesen werden und klar, ist es toll, wenn da auch ein bisschen Geld bei herumkommt, aber im Endeffekt ist das für mich die Nebensache.
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Re: Vom Schreiben leben - Wunschdenken oder Realität?

Beitrag von EINsamer wANDERER am Mo Feb 05, 2018 9:45 pm

Man sollte neben den großen Namen nicht die kleinen Autoren aus der Trivialliteratur vergessen. Ich spreche von jenen, die eine feste Fanbase haben, kaum etwas mit ihrem Werk verdienen und es deshalb mit Quantität ausgleichen. Beispielsweise durch Endlosromane mit einem festen Titelhelden - ein Kriminalheld wäre dafür ein gutes Beispiel. In sich abgeschlossene Fälle, mit den immer selben Figuren. Dafür müssen die Autoren allerdings wirklich Fließbandarbeit leisten. Durch die mindere Qualität verkaufen sie nicht so viel, können das aber durch die Bandbreite an Publikationen wettmachen. Es ist weder besonders anspruchsvoll, noch spaßig. Harte Knochenarbeit, um die Rechnungen zu bezahlen. Mehr ist das nicht. Aber letztlich schaffen sie es.

Das größte Problem mit dem Durchbruch ist es nicht ihn zu erreichen, sondern seinen Platz anschließend zu verteidigen, indem man den vorigen Erfolg reproduziert. Wie lange will man als Schriftsteller verdienen? Dreißig Jahre? Vierzig? Oder ist man eher ein One-Hit-Wonder, wie Bram Stoker? Der Mann hat, wenn ich mich recht entsinne, zwölf Bücher geschrieben und nur eines ist ein richtiger Erfolg geworden. Und wenn es so lief wie bei den meisten Autoren, dann war er zum Zeitpunkt seines Durchbruchs bereits verstorben. Eine unangenehme Wahrheit, die die meisten nicht gerne hören: Tote Künstler sind immer wertvoller als lebende.
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